«Arena», oder «Das Ende der Schweiz»
12. Dezember 2007
Es war einmal ein kleines Land im Herzen Europas, es war ein junges Land. Es hatte keine Geschichte von Herrschern, Königen oder Kaisern, nein. Gewöhnliche Männer aus dem Volke standen am Anfang zusammen mit dem Ziel in Freiheit und Frieden in ihrem Land zu leben. Geführt wurde dieses Land abwechselnd von Männer und Frauen aus dem Volke, Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Regionen und Meinungen. Man sass zusammen suchte die Lösung…
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…für anstehende Probleme und Fragen. Jeder brachte seinen Teil und seine Sicht zur Lösung bei. Nicht etwa, dass alle gleicher Meinung waren, aber man wollte das Beste für das Land, einen Weg, den man gemeinsam gehen konnte.
Doch irgendwann war diese Politik zu Langweilig für die Medien. Irgendwie musste man doch den Zuschauern zeigen können wie Politik funktioniert, wie Entscheidungen gefällt werden. Die Öffentlichkeit hat das Recht zu Wissen wer die eine und richtige Lösung hat. Man erfand ein Sendegefäss die all diese Ziele vereinigte und nannte sie Arena. Die Politiker mussten endlich raus aus ihren stillen Kämmerlein kommen und für ihre Meinung einstehen. Aufs Mal waren Frauen und Männer gefragt die Reden konnte, die selbstsicher waren und im Idealfall auch noch gut aussahen. Wer besser formulierte, bessere Lösungsansätze hatte oder einfach lauter war, hatte Recht. Was in einem Sendegefäss seinen Anfang nahm griff mehr und mehr auf die Politik des ganzen Landes über. Lösungen mussten in erster Linie Medienwirksam sein. Und immer mehr ging es darum, einzig und allein zu Wissen was gut und richtig ist für das kleine Land. So wurde es immer schwieriger zusammen einen Weg zu finden, denn wer kann in einer öffentlichen Diskussion schon zugeben, dass die Gegenpartei Recht hat?
Und so wurde es in dem kleinen Land immer Lauter, weil jeder Recht haben wollte und seine Mitstreiter dadurch natürlich das Recht auf diesen oder jenen Posten hatten. Es wurde immer schwieriger zusammen in einem Schiff zu sitzen und gemeinsam die nächsten Wegpunkte zu definieren. Immer mehr verlor man das Ziel aus den Augen. Und so kam es, dass…
[Tja, wie wird diese Geschichte wohl ausgehen?]
…. irgendwann einmal, da wurde es den Vertreterinnen bewusst, dass sie nicht für die Medien arbeiteten. Nein, sie waren Vertreter des Volkes und musste auch wieder dorthin zurück. Nicht eine Elite sollten Sie bilden, sondern mit Ehrlichkeit und Fleiss die kleinen Probleme des landes lösen.
Christian