Verkauft der Detaillist mit demselben Logosujet wie eine Fastfoodkette nur Müll, Ramsch und gepanschte Ware? Gibt dieser Laden zu, seine Kunden während Jahren hinters Licht geführt zu haben? Welchen Lebensmitteln kann ich noch trauen? Kann ich meine Ernährung noch finanzieren? 

Mit diesem Eintrag möchte ich ein neues Thema in meinem Blog anschneiden. Und zwar die Werbung. Nicht Werbung als Ganzes oder Sinn und Zweck davon, sondern einzelne Kampagnen. Ich find Werbung grundsätzlich sehr spannend und freue mich über gut gemachter Reklame. Immer wieder passiert es mir aber, dass ich Werbung sehe und mich über deren Inhalt frage. Nicht in erster Linie wegen der Produkte (das währe ein Blog für sich), sondern vielmehr die Aussagen und deren Vermittlung. Immer wieder bin ich amüsiert über gewollte und ungewollte Aussagen in Kampagnen. Was ich da entdecke gebe ich an dieser Stelle weiter.

Welche versteckten Botschaften enthält ein Slogan. Was kommt dabei raus, wenn ich mal um die Ecke denke? Welche Schlussfolgerungen müsste ich ziehen, wenn ich die gemachten Aussagen bis zum Schluss durchdenken würde? In loser Folge findest du hier ein augenzwinkernder Blick auf das Werbeschaffen in unserem Land.

Zum Beispiel bewirbt der oben erwähnte Schweizer Detaillist seine Gourmet-Linie mit dem Satz «Unverfälschte Produkte, die den Alltag zum Festtag machen.» Das Interessante allgemein an den Gourmet- oder Luxuslinien ist ja, dass die Einzelhändler das wieder fördern, was sie Jahrelang zerstört haben. Aber zurück zum Slogan. Ist dies nun ein Bekenntnis, dass alle anderen Produkte die sie verkaufen verfälscht und gepanscht sind? Kann ich nun all den anderen Produkten, die nicht dieses Label tragen, nicht mehr trauen, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit manipuliert worden sind? Explodiert nun meine Haushaltsbudget weil ich mich beim Essen nicht verarschen lassen will? Nun, die Werbung lässt diese Fragen offen.

Eine Antwort zu “«Jahrelang Ramsch verkauft», oder «Wenn Werbung verwirrt»”

  1. adrian sagte

    Nichts neues im Westen: Werbung lässt _immer_ Fragen offen…

    Im erwähnten Fall kann man allerdings davon ausgehen, dass die Vielzahl der Leute, welche dieses Plakat sehen oder gar lesen, sich wohl kaum diese Gedanken machen dürften. So tragisch das für mich festzustellen ist: Die meiste Werbung ist auf ein oberflächliches Publikum ausgelegt. Insofern müsste sich unsereins, die wir eben «um die Ecke denken», grundsätzlich verarscht vorkommen. Essen hin oder her.

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